Mein erster Marathon

Ich weiß gar nicht mehr, wann sich der Gedanke einen Marathon laufen zu wollen so manifestiert hatte, dass daraus eine ernsthafte Überlegung wurde. Irgendwann am Anfang des Jahres. Vermutlich kurz nach dem Schwäbisch Gmünder Halbmarathon, der so gut lief.

Welcher Marathon es werden sollte, stand dann ziemlich schnell fest: Der Karlsruher sollte es werden. Ein Jahr nach meinem ersten Halbmarathon und mit dem Komfort der Marathonweiche, falls die Vorbereitung doch nicht so gut klappen sollte.

Im Frühjahr dann die Umfänge schon mal langsam gesteigert und im Mai immerhin schon 2 x 24 km gelaufen. Die letzten 12 Wochen des Trainings sind ja hier zu finden.

Gestern sollte es sich also beweisen, ob das doch auf 3 Wocheneinheiten reduzierte Training ausreichend war. Beruhigt war ich durch das Wissen, die langen Läufe fast alle gemacht zu haben.

Vor dem Start:

Vor dem Start

An der Marathonweiche bei KM 20, da ging’s noch locker:

An der Marathonweiche bei KM 20

Bis KM 27 floß es ganz gut dahin. Aber die Strecke war nach der Marathonweiche praktisch leer geworden. Es fing schon an schwerer zu werden. Aber ein Mitläufer hatte sich hinter mich gehängt, auch wenn er während der Verpflegungsstationen gleich weg war, holte ich ihn immer wieder ein und er hängte sich wieder hinter mich. Ich muss sagen, auch wenn wir uns so gut wie gar nicht unterhielten, es treibt einen doch voran. Sämtliche Brücken im 2. Teil mit ihren fiesen Steigungen und den unglaublich langweiligen Teil zwischen KM 27 und 32 bewältigten wir auf diese Weise und ließen mittlerweile doch viele hinter uns, die zu diesem Zeitpunkt schon gehen mussten. Irgendwo bei KM 34 im Schloßgarten habe ich ihn dann verloren. Weiter ging es dann erstmal alleine durch den Irrgarten des Schlossgartens, bis Marion zu mir aufschloß. Ich konnte ihr Tempo aber nur kurze Zeit mitgehen und musste sie dann alleine ziehen lassen.

Auf der dann folgenden Strecke durch die Innenstadt, musste ich schon sehr kämpfen. Die Zuschauer, die uns Marathonläufer schön mit ihren Anfeuerungen unterstützen, halfen mir hier doch ganz schön weiterzulaufen und nicht zu gehen. Bei KM 39 war es dann leider doch so weit: Gehen war angesagt. Nach ca. 400m konnte ich mich aber doch überwinden weiterzulaufen und das sollte auch bis zum Schluss (nur unterbrochen durch eine gemeine Steigung am Albplatz) so bleiben.

Kaum im Stadion ging es sogar wieder ganz schön schnell. Die Tartanbahn war wunderbar weich zu laufen.

Zieleinlauf

Jetzt darf ich mich also Marathoni nennen😀

Ziel erreicht

4 thoughts on “Mein erster Marathon”

  1. Erinnert mich ganz arg an meinen ersten Marathon, der war auch in Karlsruhe, gestern hab ich meinen fünften gelaufen, schon lange geht das ohne zwischendrin zu gehen und eine halbe Stunde schneller als der erste. Aber beim ersten wars genau so.

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    1. Danke,
      die Nachwehen gingen eigentlich. Ein paar kleinere Blasen, die vernachlässigbar waren und Muskelkater im Beinbeuger.
      Montag/Dienstag sahen die ersten Schritte wohl immer ein wenig seltsam aus, wenn ich mich im Büro vom Schreibtisch wegbewegt habe😉

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